Samstag, 17. September 2011

Sehnsucht



Insekten fliegen immer ins Licht,
wissend, dass es sie verbrennt.
So wie ich zu dir...

Wie oft habe ich gebetet?
Wie oft dir zu Füßen gelegen?
Ohne, dass du mich gesehen hast.

Willst du wissen, wie das ist?
Etwas zu wollen,
dass man nicht haben darf?

Mit blutigen Händen
versuchte ich zu rennen,
bis ich die Wintersonne sah.

Ein Licht,
wie das eines Glühwürmchens.
Zu weit weg, um dich darin zu finden.

Ich wünsche mir, dass du lächelst,
selbst wenn dein Herz zerbricht.
Damit du weißt, wie sich das anfühlt.

Willst du wissen, wie das ist?
An etwas zu glauben,
was Lüge ist?

Zwischen weißen Gesichtern,
irrte ich ziellos umher.
Bis jener Morgen kam.

Und wieder lasse ich mich fallen.
Wieder schwebe ich um dich...
Denn ich suche, ich brauche dich,
wie ein Nachtfalter sein Licht.


In alle Ewigkeit verflucht...








Mondsucht

Weißt du, wovon ich nachts träume?
Wenn ich ziellos umherirre,
nicht schlafen kann?

Weißt du, wohin mich der Wind heut nacht weht?
Wo ich aufwachen werde,
ganz allein?

Wovon träumst denn du,
wenn du dich einsam
und verlassen fühlst?

Wohin willst du vom Wind getragen werden,
heut nacht,
bis in alle Ewigkeit?

Nur eine andere Art zu lieben,
eine andere Art zu sehen.
Eine andere Art zu träumen,
eine andere Art von Leben.

An welchem Ort werden Wünsche wahr?
Bevor ich sie ausspreche,
sie selbst vergesse?

Wohin soll ich gehen,
wenn ich unerfüllbare Träume hab?
Ohne zu hoffen oder zu beten?

Weißt du denn, wann der Mond dich sieht?
Wenn du nachts alleine bist?
Mit geschlossenen Augen im Dunkeln?

Weißt du denn zu unterscheiden,
zwischen Wirklichkeit und Traum?
Oder willst du vielleicht nicht?

Nur eine andere Art zu fliehen,
eine andere Art von Lust.
Eine fremde Art zu lächeln,
Eine andere Art von Sucht.


Wenn du fällst, wachst du auf,
denn du lebst einen Traum...